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Gründen 3×3: Einfach Heidelberg

Nachrichten in leichter Sprache – das macht Einfach Heidelberg. Die lokale und barrierefreie Nachrichtenseite mit rund 20 ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ist seit Mitte 2016 online, um politische und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Dafür hat Einfach Heidelberg schon soziale und journalistische Preise gewonnen.

Moritz Damm von Einfach Heidelberg

 

3 Fragen an Moritz Damm

Warum hat sich „Einfach Heidelberg“ für die Finanzierung durch Stiftungen entschieden?
Es schien das beste Mittel zu sein, um unsere Idee von einem Online-Nachrichtenportal in leichter Sprache zu verwirklichen. Dazu haben wir auch einen gemeinnützigen Verein gegründet und uns erst einmal an Stiftungen vor Ort gewandet. Zu Beginn ist es ein bisschen schleppend gelaufen und wir haben die Erfahrung gemacht, dass es einfacher ist, wenn man schon etwas vorzuzeigen hat. Nun haben wir ein laufendes Projekt und wenn wir uns um weitere Finanzierung kümmern, dann wollen Stiftungen oft eine neue Idee, die zwar auf „Einfach Heidelberg“ basiert, aber nicht direkt rein fließt. Man muss sich schon Gedanken machen und neue Projekte starten – das ist die Herausforderung.

Wie abhängig ist ein journalistisches Projekt von einer Stiftung, die das Projekt förderten – finanziell und inhaltlich?
Abgesehen davon, dass man einen Antrag für ein konkretes Projekt stellt, ist man inhaltlich unabhängig. Wir haben auch sehr gute Erfahrungen gemacht, dass wir das Geld bekommen, wenn wir es benötigen. Natürlich ist die Förderung zeitlich begrenzt, beispielsweise auf ein Jahr und man muss das Projekt innerhalb dieses Zeitraums umsetzen, um das Geld abzurufen. Das kann manchmal unter Zeitdruck setzen, also sollte man gut planen und gut konsequent daran arbeiten, die Zeitpläne einzuhalten. Diese Förderungen sind auch projektgebunden und es ist nicht möglich, dass man mit dem Geld etwas anderes macht oder es an anderer Stelle ausgibt.

Kann man mit gemeinnützigen Journalismus auch Geld verdienen oder nur die Kosten decken?
Das ist ein Punkt, den wir mit „Einfach Heidelberg“ anfangs falsch gemacht haben: Wir haben in den , dass wir in den ersten Anträgen bei Stiftungen nicht auf Personalkosten für Mitarbeiter und Dienstleister nicht mitgerechnetgeachtet haben, weil wir es ehrenamtlich machen wollten. Aber Im Gegenteil: Stiftungen wollen, dass diese Kosten im Budgetplan genannt werden und fördern das auch, weil alles Andereandere einfach nicht realistisch wäreist. Auch bei gemeinnützigen Zwecken Projekten geht es nicht darum, sich selbst auszubeuten. Das ist etwas, dass wir uns für die Zukunft gemerkt haben.

Screenshot Einfach Heidelberg

3 Zahlen:
2.800 Euro – Klaus Tschira Stiftung
2.000 Euro – Grow-Stipendium netzwerk recherche
50.000 Euro – Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

 

3 Tipps:
1. Genau prüfen, welche Stiftung die richtige für das Projekt ist.
2. Ganz viel Zeit und Geduld für Formalitäten einplanen.
3. Personalkosten im Budgetplan nicht vergessen.

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