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Geförderte Projekte: Clippic – print your videos

Kann man Printprodukte durch Bewegtbild bereichern? Das Team von tabs vs spaces aus Bochum hat zu diesem Zweck mit Unterstützung des Journalismus Labs die innovative App Clippic entwickelt. Im Interview erklären sie die Details ihrer Idee und erläutern ihr Vorgehen. 

Dank Unterstützung des Journalismus Labs entstand hierzu die innovative App Clippic.
Dank Unterstützung des Journalismus Labs entstand hierzu die innovative App Clippic.

Bitte beschreibt in aller Kürze das geförderte Projekt.

Clippic ermöglicht es, Videos auszudrucken. Was sich wie ein schlechter Scherz anhört, wird mit der Clippic-App kinderleicht zur Realität. Bei einem Clippic wird ein (Video)Clip mit einem Pic(ture) verbunden. Bei dem entstandenen Clippic handelt es sich um ein Foto, in welches ein QR-Code implementiert ist. Durch Scannen des QR-Codes wird die digital hinterlegte Datei durch den Nutzer abgerufen. So werden Printmedien und digitale Medien miteinander zu verknüpft.

Neben der B2C-Clippic-App arbeitet das Team auch an Lösungen im B2B-Bereich. Hierdurch soll in Zukunft jede Zeitung à la Tagespropheten aus Harry Potter zum Leben erweckt werden können. Hierbei können neben Videos auch andere digitale Dateiformate hinterlegt werden. Zusätzlich schafft die App über eine OCR-Funktionalität Barrierefreiheit, indem eingescannte Texte vorgelesen werden.

Wie und in welchem Zeitraum habt ihr das Produkt realisiert?

Ende 2019, als tabs vs spaces UG in Bochum gegründet, konnte es endlich losgehen, die Idee offiziell umzusetzen. Dank der finanziellen Unterstützung des Journalismus-Labs konnten wir mit Patentanwalt Dr.-Ing. Tanner wir einen deutschen und europäischen Markenschutz recherchieren und beantragen. Zudem konnten wir unsere AGB und Datenschutzerklärung in weitere Sprachen übersetzen lassen.

Neben Werbevideos, welche zusammen mit dem Filmstudio Crew10 produziert wurden, wird in den kommenden Wochen und Monaten eine Vielzahl weiterer Videos veröffentlicht. Bei der Vermarktung kooperieren wir mit der Platri IT GmbH, mit welcher wir neben einer klassischen Social-Media-Kampagne auch eine spannende Offline-Marketing-Strategie ausgearbeitet haben, welche wir nun umsetzen werden.

Wegen einer speziellen Verschlüsselungsfunktion musste der Launch des Projektes allerdings unerwartet auf März 2020 verschoben werden. Wir hatten den Aufwand unterschätzt, sodass eine geplante White-Label-Solution und SDK-Funktionalitäten auf Mitte 2020 verschoben werden mussten. Diese Entscheidung musste getroffen werden, da eine parallele Entwicklung die gesamte Unternehmung gefährdet hätte. Anders als ursprünglich geplant kann nun die Clippic-App auch von Unternehmen genutzt werden.

Wie zufrieden seid Ihr mit dem Ergebnis?

Insgesamt sind wir durchaus zufrieden. Da alle Teammitglieder aktuell noch nebenher studieren und teilweise Vollzeit arbeiten, ist es umso wichtiger, dass im Startup-Projekt alles reibungslos umgesetzt werden kann. Verzögerungen tun bei einer Gründung umso mehr weh, da sich so auch Erfolgserlebnisse verschieben, von denen ein Startup lebt. Dank unserer starken und zuverlässigen Partner konnte das Projekt jedoch soweit gestützt werden, dass uns nun nichts mehr im Wege steht.

Wie geht es nun weiter, auch mit der Finanzierung des Projekts?

Dank der Unterstützung durch das Journalismus Lab der Landesanstalt für Medien NRW ist es für uns möglich geblieben, auf Eigenkapitalgeber zu verzichten und so die Unternehmung 100% unabhängig zu gestalten. Es konnte eine robuste Basis aufgebaut werden, auf welcher die Unternehmung nun organisch wachsen kann. Ein Einstieg durch externe Geldgeber ist auch für die Zukunft nicht vorgesehen, sodass die Unabhängigkeit gewahrt werden kann.

Auf der Frankfurter Buchmesse und auf der Essener Spielemesse SPIEL konnten wir Ende 2019 großartige Kontakte knüpfen und weitere spannende Ideen für zusätzliche Funktionen entwickeln. Zusammen mit einer Bochumer Kinderbuchautorin veröffentlichen wir in den kommenden Monaten ein erstes Buch, welches mit der Clippic-App zum Leben erweckt wird. Durch Einscannen bestimmter Stellen im Buch werden digitale Inhalte zum Vorschein gebracht. Hierdurch können tolle Animationen abgespielt und Barrierefreiheit geschaffen werden!

Was waren die wichtigsten Erkenntnisse?

Selbst mit mehreren hundert Seiten Businessplan und dem Einsatz von Projektmanagementsoftware, mit welcher wir wichtige Prozesse teilweise extrem detailliert geplant haben, braucht man als Startup am Ende des Tages immer doppelt so lange wie ursprünglich geplant.

Wir sind super aufgeregt und total gespannt, Clippic nun endlich offiziell zu launchen. Bis hierhin war es ein langer Weg und nun freuen wir uns euch alle in die Clippic-Welt einzuladen.

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