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Lokaljournalismus goes digital – #RheinStories macht das Rheinland erlebbar

Maren Könemann und Marie Ludwig haben 2019 beim Videocamp der RTL Journalistenschule teilgenommen, in dem sie ihre journalistischen Video-Skills trainierten. Das Journalismus Lab hat diese Weiterbildung gefördert. Mit Erfolg: Die dort entstandene digitale Format-Idee, eine Tour durch das Rheinland zu machen und spannende Orte und Menschen zu portraitieren, startet im Juli 2020.

Foto von Maren Könemann und Marie Ludwig vor einem blauen VW-Bulli.
Der VW-Bulli wird für Maren Könemann und Marie Ludwig während ihrer Reise durch das Rheinland ihr Zuhause sein. Foto: Andreas Bretz

Maren Könemann und Marie Ludwig sind beide als Journalistinnen bei der Rheinischen Post tätig und stets für neue und kreative Ideen offen. So haben sie gemeinsam am Videocamp der RTL Journalistenschule teilgenommen. Es ging in erster Linie um den Ausbau von journalistischen Videofähigkeiten, aber auch um Innovationen und Erneuerungen im Journalismus. Da die beiden Journalistinnen gebürtig aus dem Rheinland kommen und überzeugt sind, dass es viele schöne Ecken zu bieten hat, haben sie mithilfe des Seminars die Idee für #RheinStories entwickelt: Eine besondere Reise durch acht Regionen im Rheinland.

Digitale Berichterstattung über Instagram und einen Podcast

Ausgestattet mit einem elektrischen VW-Bulli, einem Dachzelt und journalistischen Werkzeugen starten sie am 6. Juli 2020 ihre Reise, auf die sie die Instagram-Follower*innen der Rheinischen Post mitnehmen: In acht Wochen zeigen sie die schönsten Ecken des Rheinlandes und portraitieren Menschen, die nicht nur spannende Geschichten zu erzählen haben, sondern sich auch für Nachhaltigkeit einsetzen. Außerdem haben Sie einen Podcast entwickelt. Darin erzählen sie jede Woche von den Highlights ihrer Reise.

Interview mit Maren und Marie

Wir haben uns mit Maren und Marie unterhalten. Sie erzählen uns von ihren Eindrücke des Weiterbildungsseminars sowie von ihrem Ziel, Lokaljournalismus durch #RheinStories ein neues Format zu geben.

Warum habt ihr am Videocamp der RTL Journalistenschule teilgenommen? Welche Erwartungen hattet ihr?

Als wir die Nachricht von unserem RP-Journalistenschulleiter bekommen haben, dass es ein paar Plätze in diesem Seminar für uns gibt, haben wir beide uns direkt beworben – wir haben einfach gemerkt, dass das multimediale Arbeiten genau das ist, was wir vertiefen wollen. Vom Seminar haben wir uns erhofft, dass wir noch einiges an technischem Know-How dazulernen und uns unter Live-Bedingungen auch ausprobieren können. Unsere Erwartungen wurden komplett erfüllt.

Was habt ihr konkret gelernt? Welche Skills konntet ihr entwickeln?

Zum einen war es das Produzieren unter Live-Bedingungen – vor allem unter Zeitdruck gute und wissenschaftliche Inhalte korrekt und auch anschaulich zu erklären. Zum anderen gab es sehr gutes Equipment, das wir testen konnten – so etwas ist selten möglich.

Welche Idee habt ihr danach weiterverfolgt? Und was ist daraus geworden?

Tatsächlich sind wir beide ganz beflügelt aus dem Seminar gekommen. Das Feedback zu unserer Live-Berichterstattung auf Instagram war so positiv, dass wir uns gedacht haben: Davon müssen wir mehr machen. Bei vielen Treffen nach der Arbeit haben wir dann ein Instagram-Konzept ausgearbeitet, inzwischen über ein Jahr daran gearbeitet. So sind die #RheinStories entstanden.

Wie wollt ihr mit eurem Projekt den Lokaljournalismus unterstützen?

Wir haben des Öfteren die Erfahrung gemacht, dass auch innerhalb der Journalismusbranche Lokaljournalismus ein verstaubtes Image hat – dem wollen wir etwas entgegensetzen und zeigen, wie vielseitig und relevant die Themen im Lokalen sind. Außerdem wollen wir den Lokaljournalismus auf Instagram mit eigenen Erzählformaten etablieren und ihm so eine neue Perspektive geben.

Was ist das Besondere an eurem Projekt?

Was wir mit den #RheinStories machen: Dat jibbet nur hier! Bisher haben die wenigsten Lokalmedien sich im mobilen Storytelling mit eigenen und wiederkehrenden Presenter*innen auf Instagram versucht. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass es gerade diese braucht, um eine Bindung zum Medium herzustellen – gerade auf Instagram, das Nutzerinnen und Nutzer in ihre Privatsphäre begleitet. Die #RheinStories haben wir vom Businessplan, über die Inhalte bis zu der Sponsoren-Akquise komplett koordiniert und verwirklicht. Das ist ein überwältigendes Gefühl.

Gibt es Ideen, das Projekt zukünftig noch weiter auszubauen? Was würdet ihr euch wünschen?

Wir hoffen, dass die Rheinische Post Journalismus auf Social Media auch nach den #RheinStories mit uns fortsetzen wird. Langfristiges Mitglied im Audience Engagement Team zu werden und die #RheinStories auf neue Art weiterleben zu lassen – das wäre eine schöne Perspektive.

Würdet ihr wieder an einem Seminar, das vom Journalismus Lab gefördert wird, teilnehmen? Wenn ja, warum?

Definitiv – wir sind froh, dass wir die Chance hatten an dem Seminar teilzunehmen. Es war eine tolle Atmosphäre und hat viel bei uns ausgelöst!

Screenshot eines Instagram-Posts der Rheinischen Post.
Auf dem Instagram-Kanal der Rheinischen Post berichten Marie und Maren über ihre Reise durch das Rheinland.

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