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Audio Innovation: Das sind die geförderten Projekte

Mit unserem Förderprogramm Audio Innovation setzen wir Innovationsanreize, um die Audiolandschaft in Nordrhein-Westfalen noch vielfältiger zu gestalten. Bei der ersten Förderrunde unterstützen wir die Entwicklung innovativer Produkte und Technologien in acht Projekten mit insgesamt 200.000 Euro. Hier stellen Euch die ausgewählten Projekte vor!

Bunte Grafik des Förderprogramms Audio Innovation (rote, grüne, blaue Striche auf petrolfarbenem Grund=

Der Audiosektor steht – wie viele andere Bereiche in der Medienwelt – vor der Herausforderung, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und zukunftsfähige Projekte zu etablieren. Genau hier setzt das Förderprogramm Audio Innovation an: Medienunternehmen und Medienschaffenden sollen die Möglichkeit erhalten, innovative Ideen voranzubringen, um so die Audiolandschaft in NRW zu stärken. Der aktuelle Förderschwerpunkt des Programms liegt auf Produkten und Technologien. Die Entwicklung und Realisierung der ausgewählten Projekte soll die Audiolandschaft in NRW nachhaltig weiterentwickeln und so die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Dazu werden insgesamt rund 200.000 Euro bereitgestellt.

In den vergangenen Wochen wurden aus zahlreichen Einreichungen acht Projekte ausgewählt, mit denen die Beteiligten einen innovativen und zukunftsfähigen Ansatz für den Audiosektor umsetzen wollen.

1. Audiochat #mitreden – have a nice say

(Radio Bielefeld & ams Radio und MediaSolutions)

In Kooperation erarbeiten Radio Bielefeld, ams Radio und MediaSolutions den Audiochat „#mitreden – have a nice say“. Über Text- und Audionachrichten kann jeder an einer moderierten Diskussion teilnehmen, sodass der Audiochat die direkte Partizipation der Gesellschaft an relevanten Themen ermöglicht. Gleichzeitig wird der Audiochat in ein (Live-)Radioprogramm eingebunden, sodass nicht nur die Kommunikation innerhalb des Audiochats ermöglicht wird, sondern auch darüber hinaus.

Timo Fratz, Chefredakteur von Radio Bielefeld, sagt: „Wir freuen uns riesig, dass wir die Chance bekommen, unsere Idee zu verwirklichen. Partizipation an aktuellen relevanten Diskussionen stärkt den Zusammenhalt. Mit dem Audiochat #mitreden wollen wir eine Plattform schaffen, die auf innovative Art Austausch ermöglicht und die Gehör findet.“

2. „Was mit Medien“

Innovative App-Entwicklung mit Erkenntnisgewinn für die Audio-Branche

(Was mit Medien & Konsole Labs)

„Was mit Medien“ ist der Medien-Podcast aus Nordrhein-Westfalen: Zusammen mit der Konsole Labs GmbH soll nun eine innovative App für die Community entwickelt werden. Neue Konzepte und Resultate der Branche werden dabei berücksichtigt: Dazu wird in einem Feldversuch erprobt, welcher Paid-Content rund um eine Audio-Marke und einem digitalen Fachmedium von der Nutzerschaft besonders gut angenommen wird. Gleichzeitig wird ein Transkriptionsservice integriert, sodass Inhalte von Podcasts zugänglicher sind. Die Test-Ergebnisse und Erkenntnisse werden der Branche zur Verfügung gestellt.

3. Aufwacher Reloaded

Design Thinking bei der journalistischen Formatentwicklung

(Rheinische Post)

Die Rheinische Post möchte das Podcast-Format „Aufwacher“ überarbeiten, mehr Relevanz und mehr Reichweite erlangen. Kurz: Der „Aufwacher“ soll innovativer werden: Dazu wird der Prozess systematisch und effektiv gestaltet und die Grundsätze des Design Thinking angewendet. Durch Marktforschung, strukturiertes Brainstorming, Rapid Prototyping und Customer Co-Creation wird erarbeitet, was die Menschen in NRW wirklich brauchen, aber bisher nirgendwo finden. Auf dieser Grundlage wird schließlich das Makeover durchgeführt.

Helene Pawlitzki, Projektleiterin Audio&Podcast, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass das Journalismus Lab uns beim Projekt Aufwacher Reloaded unterstützt. Mit der Förderung können wir den ganzen Prozess noch mal breiter aufstellen. Das ist großartig, denn systematische und datengetriebene Formatentwicklung wird für uns immer wichtiger und mit dem Relaunch unseres Nachrichtenpodcasts wollen wir den Prozess mal sehr gründlich durchlaufen, um eine Blaupause für weitere Produkte zu erhalten.“

4. Personalisiertes Streaming 

Vereinfachte Implementierung der Ybrid®-Technologie

(nacamar)

Die Ybrid®-Technologie ermöglicht interaktives und personalisiertes Streaming über das Audio Distribution Network von nacamar. Diese hybride Audionutzung stellt ein innovatives Radio-Erlebnis dar, dass sich von Audio On-Demand Anbietern, wie z.B. Spotify, abhebt. Simon Buchholz, Produktmanager im Bereich Audio bei nacamar, möchte daher Ybrid-kompatible Software Development Kits (SDK), die allen Radiosendern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, entwickeln, um so eine vereinfachte Implementierung von Ybrid® zu ermöglichen, vor allem in mobilen Endgeräten und Automobilen.

„Wir wollen auch kleineren Sendeanstalten konkurrenzfähige digitale Verbreitungs-Technologie zur Verfügung stellen. Alle Radioanbieter sollen sich eine interaktive und personalisierte Radio-App leisten können!“ sagt Simon Buchholz, Produktmanager Audio bei nacamar.

Mikrofon vor Mischpult. Leuchtschrift "on air"

5. Soundhub

(One Pod Wonder)

„Soundhub“ wird von One Pod Wonder entwickelt, um ein cloud-basiertes Tool zu entwickeln dass digitale Kollaboration und Iteration von und an Audioinhalten ermöglicht. Denn hier stößt das Medium Podcast häufig auf Widerspruch: Die Distribution von Podcasts spielt sich digital ab und die Infrastruktur der Produktion und Konzeption weitgehend analog. Ziel von Soundhub ist es, diesem Widerspruch entgegenzuwirken und die Zusammenarbeit von Audioschaffenden zu vereinfachen.

6. Interaktives Audiolexikon

Audio-Nachrichten in einfacher Sprache – Mit Radio TEDDY endlich alles verstehen!

(Radio TEDDY)

Ein weiteres gefördertes Projekt ist das neue Angebot von Radio TEDDY, das in NRW als Pilotregion startet. „Seit 15 Jahren sendet Radio TEDDY stündlich verständliche Nachrichten – orientiert an den Standards der Bundeszentrale für politische Bildung. Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen loben immer wieder ausdrücklich die gute Verständlichkeit. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und machen das Nachfragen kinderleicht. Durch die „Hyper-Audio-Language-Funktion“ kann sich jeder User interaktiv und sprachgesteuert die wichtigsten Begriffe erläutern lassen. Damit werden Nachrichten noch verständlicher,“ sagt Roland Lehmann, Programmchef von Radio TEDDY. Leicht verständliche Audio-Nachrichten und ein interaktives, sprachgesteuertes Audio-Lexikon sind dabei die Grundbausteine des Projektes. Wichtige Begriffe, die durch ein akustisches Signal gekennzeichnet sind, können dadurch erläutert werden. Diese Funktion ist insbesondere für Kinder, Menschen mit Lernbehinderungen und Menschen mit geringen Deutschkenntnissen geeignet. Die Verbreitung erfolgt über App, Homepage und Smartspeaker-Skill.

 

Zu zwei weiteren spannenden Projekten, die wir unterstützen werden, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Details veröffentlichen. Wir stellen diese Projekte sobald möglich an dieser Stelle vor.

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